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Wiedereinweihung der renovierten und umgebauten Hammer - Orgel in der ev. - luth. Martinskirche in Essern

 

 

In der Zeit von Januar bis Oktober 2004 haben wir u. A. die 17 registrige Orgel der ev. - luth. Martinskirche in Essern grundlegend renoviert und umgebaut. Essern liegt etwa 20 km nördlich von Minden.
Es wurden die Windladen ausgebaut und in der Werkstatt überholt. Die Orgel erhielt einen neuen Spieltisch mit den heute üblichen drei Normalkoppeln. An Stelle der Quintade 8' im Hauptwerk wurde ein neues Register Prinzipal 8' eingebaut. Die Mixtur wurde von 1  1/3' Fußlage auf 2 Fußlage umgebaut. Desgleichen wurde die viel zu hohe Quintzimbel im Rückpositiv und das Nachthorn 2' im Pedal entsprechend klanglich tiefer gelegt.
Nach diesen Umbauarbeiten weist die Orgel folgende Disposition auf:
Hauptwerk:
Prinzipal 8´
Hohlflöte 8´
Oktave 4´
Rohrflöte 4´
Gemshorn 2´
Sesquialtera 2fach
Mixtur 2´ 4fach
Rückpositiv:
Gedackt 8´
Blockflöte 4´
Prinzipal 2´
Quintzimbel 2fach
Regal 8´

Tremulant
Pedal:
Subbass 16´
Prinzipalbass 8´
Oktave 4´
Nachthorn 2´
Dulcian 16´

Alle Register wurden ihrem Klangcharakter entsprechend um- bzw. nachintoniert. Am 10.11.2004 konnte die Orgel zum ersten Mal im Rahmen eines Gottesdienstes zum 50. Kirchweihfest der Ev. -Luth. Martinskirche wieder erklingen. Es spielte Herr U. Döschner, Kirchenkreiskantor aus Stolzenau. Zum Orgeleinweihungskonzert am 21.11.2004 spielte Herr Kantor Wolfgang Westphal, Organist an der St. Nikolai-Kirche in Rinteln und künstlerischer Leiter der Rintelner Musiktage

 

 

 

Der neue Klang der Arster Orgel

Von Anfang Juni bis Ende September 2006 haben wir Erweiterungs- und Verbesserungsarbeiten an der Orgel der St. Johanneskirche in Bremen-Arsten durchgeführt.

Das Instrument wurde 1959 von der Fa. A. Führer mit 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal erbaut. In den nachfolgenden Jahrzehnten wurden an der Orgel verschiedene Registerumstellungen vorgenommen. So erhielt die Quinte  2  2/3' im Hauptwerk ein zusätzliches Register Terz  1  3/5' ab g° und wurde somit zur Sesquialtera umgebaut. Anstelle der vorhandenen Rauschpfeife im Pedal wurde ein neues Fagott  16' eingebaut. Im Hauptwerk befand sich seit dem Bau der Orgel als einziges Grundregister eine Rohrflöte 8', die natürlich keine befriedigende Grundlage  für einen ausgewogenen, grundtönigen Klang des Instrumentes war.

Das war der Anlass für die Kirchenmusikerin Frau Carola Mühlenweg, in jahrelangen Sammelaktionen und Benefizkonzerten für die klangliche Erweiterung des Instruments zu werben. Nach Begutachtung und Befürwortung durch den Orgelbausachverständigen der Bremischen Landeskirche Prof. Wolfgang Baumgratz haben wir die Hauptwerkswindlade in der Werkstatt um zwei zusätzliche Register erweitert : Der Prinzipal  8' steht ab c° mit neuen Pfeifen auf der Windlade. Aus Platzgründen wurde die tiefe Oktave C - H mit den vorhandenen Pfeifen des Oktavbass  8' im Pedal zusammengeführt. Des weiteren erhielt die Hauptwerkswindlade ein neues Register Spitzflöte  4'. Im Pedal wurde an Stelle der Clarine  4' ein neues Register Choralbass  4' eingebaut. Außerdem haben wir den Prinzipal 2' vom Brustwerk in das Hauptwerk gesetzt, sodass dort jetzt ein durchgängiger Prinzipalchor vorhanden ist. Die Flöte  2' wurde anstelle des Prinzipal  2' in das Brustwerk eingebaut.

Die Zungenregister der Orgel wurden eingehend überholt und nachintoniert. Die Brustwerkswindlade erhielt einen neuen Tremulanten.

Am Sonntag, den 8. Oktober 2006 präsentierte sich die Orgel bei ihrer Wiedereinweihung in nachfolgend aufgeführter Disposition:

Hauptwerk : C - f'''

Brustwerk :  C - f'''
Prinzipal  8' Holzgedackt 8'
Rohrflöte  8' Blockflöte  4'
Praestant  4' Flachflöte  2'
Spitzflöte  4' Quinte  1  1/3'
Oktave  2' Scharff  4  fach
Sesquialtera  2  2/3' + 1  3/5'  1 - 2  fach Krummhorn  8'
Mixtur  1  1/3'  4  fach
Trompete  8' Tremulant
Pedal : C - f'
Subbass  16'
Oktavbass  8'
Choralbass  4'
Fagott  16'
Stimmung: Neidhard 1724

Vorintonation des Prinzipal 8' in der Werkstatt durch OBM Claus Sebastian

Uli Rudloff beim Einschlagen der Trennschiede

Stockverführungen mit Rückschlagklappen

Anfertigung von Rückschlagklappen

Kanzellenerweiterung

Anfertigung eines Rückschlagklappenrelais

Die Renovierung der Rudolf von Beckerath-Orgel
in der Christuskirche in Bremen-Vahr
September 2007
 

 

Disposition der R. v. Beckerath-Orgel in der Christuskirche:

Hauptwerk  2.Manual     Winddruck  54 mm WS

Rückpositiv  1.Manual     Winddruck  53 mm WS
Quintadena  16' Metallgedackt  8'                     elektrischer Tremulant
Prinzipal  8' Prinzipal  4'
Rohrflöte  8' Blockflöte  4'
Oktave  4' Waldflöte  2'
Spitzflöte  4' Sesquialtera  2-fach
Nasat  2  2/3' Quinte  1  1/3'
Oktave  2' Scharff  1'  4-fach
Mixtur  1  1/3' Krummhorn  8'
Trompete  8'  
   
Brustwerk  3.Manual     Winddruck  60 mm WS Pedal                                 Winddruck  70 mm WS
(im Schweller)                 pneumatischer Tremulant Prinzipal  16'
Holzgedackt  8' Subbass  16'
Rohrflöte  4' Oktavbass  8'
Prinzipal  2' Bassflöte  8'
Oktave  1' Hohlflöte  4'
Terzian  2-fach Nachthorn  2'
Cymbel  3-fach Rauschpfeife  5-fach
Regal  8' Posaune  16'
  Trompete  8'
  Schalmey  4'
Spieltraktur und Regierwerk mechanisch  
Koppeln: I/II, III/II, II/Ped., I/Ped.  
 

Die Renovierung der Orgel erstreckte sich über den Zeitraum von Juni bis Mitte September 2007.

Dieses dreimanualige Instrument wurde 1962 von dem Hamburger Orgelbaumeister Rudolf von Beckerath (mein Lehrmeister) erbaut. Mit ihren 34 Registern steht die Orgel auf der Seitenempore der Christuskirche und entspricht in ihrer Intonation dem Beckerathschen Klangideal - grundtönige Prinzipal- und Flötenstimmen, sowie charaktervolle Aliquot- und Zungenstimmen. Das Tutti klingt kraftvoll, kommen die Zungen dazu, erhält die Orgel ein gravitätisch klingendes Plenum, so wie man es von den Beckerath - Orgeln aus der "Hand des Meisters" gewohnt ist.

Meine Intention war, an diesem typischen Klangbild nichts zu verändern. So wurden die Labial- und Zungenpfeifen lediglich auf präzise Ansprache überprüft und registerweise nachintoniert.  Außerdem erfolgte eine grundlegende Reinigung des Orgelinneren. Die Spieltraktur und das Regierwerk wurden überarbeitet und nachreguliert. Den Hauptbalg haben wir neu beledert. Da der elektrische Rückpositivtremulant sehr geräuschvoll arbeitete, wurde er überarbeitet und dabei geräuschärmer gestaltet. Den pneumatischen Brustwerktremulanten haben wir erneuert, da er unzuverlässig funktionierte.

Die Beläge der Manualobertasten sind durch Knochenauflagen ersetzt worden, die Manualuntertasten haben wir abgeschliffen und poliert.

Das Notenpult wurde größer und im Stile des Beckerathschen Spieltisches neu angefertigt. Die Ausleuchtung des Notenpultes und der Registerstaffeln war unzureichend. Deshalb erneuerten und verbesserten wir sie.

Die Kantorin und Organistin Frau Christine Borrmann veranstaltete in den vergangenen Jahren etliche Spendenaktionen und Benefizkonzerte und legte damit einen beträchtlichen finanziellen Grundstock für das Renovierungsprojekt.

Zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum wünschte sich Christine Borrmann Spenden für den Einbau eines neuen Zimbelsternes.

Wir bauten einen Zimbelstern ein, der aus acht aus Messing gegossenen Schalenglocken besteht. Sie besitzen die Form und Legierung des Glockenspiels der historischen Art nach dem Orgelbaumeister Stumm und sind in der nachfolgend aufgeführten Tonfolge gestimmt: c5,d5, e5, f5, g5, a5, b5, h5

Die Geschwindigkeit des Glockenschlages kann an einem elektronischen Drehpotentiometer vom Spieltisch aus gesteuert werden.

Das Gehäuse des Zimbelsternes ist aus massivem Eichenholz gefertigt, mit handverzinkten Eckverbindungen. Die Zimbelsternanlage wurde über dem Pfeifenwerk des Hauptwerkes montiert. Die Achse des Drehsternes ragt durch das Schleiergitterwerk über den Prospektpfeifen. Auf ihr wurde der 5-strahlige, vergoldete Stern angebracht.

Im Rahmen der Tagung zum 100. Geburtstag von Rudolf von Beckerath in der Hochschule für Künste in Bremen erklang die frisch renovierte Orgel am 27. Oktober 2007 zum ersten Mal öffentlich in einem beeindruckenden Konzert.

Der Bremer Domorganist Prof. Wolfgang Baumgratz spielte sieben Choralvorspiele aus op. 122 von Johannes Brahms, bewusst ausgewählt wegen der Verbindung zum Beckerath - Vater Willy, dem Maler eines der berühmten Brahms - Bilder. Anwesend waren neben etlichen ehemaligen Mitarbeitern und einem noch jetzt in der Firma tätigen Kollegen auch der Sohn Andreas von Beckerath.

Am Sonntag, den 11. November 2007, fand in der Christuskirche ein "Fest für die Orgel" statt. In verschiedenen (drei) Konzerten von 17°° - 22°° Uhr führten die drei Bremer Organisten  Prof. Wolfgang Baumgratz, Kai-Niko Henke, und Christian Faerber die vielfältigen Klangmöglichkeiten der Beckerath - Orgel und vor allen Dingen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des neuen Zimbelsternes vor.

Wir Orgelbauer fühlten uns während der Renovierungsarbeiten und bei der Präsentation des Instrumentes auf dem "Orgelfest" von der Gemeinde und allen Verantwortlichen getragen und bestätigt.

 

Claus Sebastian

Orgelbaumeister

 

Ausgebaute Klaviaturen in der Werkstatt

Einbau einer HW - Prospektpfeife

 

Spieltisch ohne Manuale und Notenpult

OBM Claus Sebastian beim Nachintonieren vor dem SW

Uli Rudloff bei der Montage des Zimbelsternes

Aufhängung des Zimbelsternes

 

Achse und Stern des Zimbelsternes

Das ausgebaute Hauptwerk

Auseinandergenommene Zungen

 

Der auseinandergenommene Hauptbalg

 

Der Altartisch

 

Der Altarbereich in der Nachmittagssonne

 

 

 
 

Nachruf

Nach einem langen und sehr erfüllten Leben verstarb

Prof. Heinz Wunderlich

im Alter von 92 Jahren am 10.März 2012.

 

 
Heinz Wunderlich wurde am 25. April 1919 in Leipzig geboren. Er studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Leipzig Orgel bei dem Thomaskantor Karl Straube, der mit Max Reger befreundet und Interpret dessen Orgelwerke war. Nach kurzer Tätigkeit in Leipzig war er 15 Jahre lang Kirchenmusikdirektor an der Moritzkirche und als Dozent für Orgel und Cembalo an der Staatlichen Hochschule für Musik und an der Kirchenmusikschule in Halle tätig. 
1958 wurde er an die berühmte Arp-Schnitger-Orgel in der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg berufen. Seit der Zeit war er als Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik in Hamburg tätig.
Heinz Wunderlich konzertierte auf allen Kontinenten der Erde. Seine hervorragende Interpretation insbesondere der Bach-, Reger- und Liszt-Werke haben ihn in der ganzen Welt berühmt gemacht, wovon auch zahlreiche Schallplatten- und CD-Aufnahmen Zeugnis geben. Viele seiner eigenen Kompositionen sind bei der Edition Musica Budapest veröffentlicht. Zahlreiche Auszeichnungen ehrten in Heinz Wunderlich einen Künstler, den auch die internationale Fachpresse als einen der größten Orgelvirtuosen würdigte
Meine erste Begegnung mit dem Orgelvirtuosen Heinz Wunderlich fand am Radio statt. Ich hörte als 12-jähriger Knabe auf NDR-Kultur eine Aufnahme aus der St. Jacobikirche in Hamburg. Er spielt Präludium und Fuge g-Moll von J. S. Bach auf der Arp-Schnitger-Orgel. Ich war fasziniert von diesen mächtigen Orgelklängen.
Später, als selbständiger Orgelbaumeister, lernte ich Heinz Wunderlich nach einem Orgelkonzert in St. Jacobi persönlich kennen. Von 1979 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Kirchendienst 1983 habe ich immer wieder Orgelstimmungen und kleinere Reparaturen an den beiden großen Orgeln der St. Jabcobikirche ausführen dürfen. Damals führte er große Orgelkonzertreihen durch und spielte CD-Aufnahmen ein.
1979 habe ich Heinz Wunderlich eine kleine dreiregistrige Übungsorgel in sein Schweizer Ferienhaus gebaut. Diese Orgel war mein Opus Nr.1. In den darauf folgenden Jahren habe ich außerdem immer wieder Erweiterungs- und Verbesserungsarbeiten an seiner dreimanualigen Hausorgel in Großhansdorf durchgeführt.
In all diesen Jahren habe ich Heinz Wunderlich auch als kompetenten Kenner des internationalen Orgelbaus kennen und schätzen gelernt. Einige Male hat der berühmte Orgelvirtuose auch auf Sebastian-Orgeln konzertiert: So zum Beispiel 1993 das Einweihungskonzert auf der Orgel der St. Thomaskirche in Geesthacht, im März 2000 an unserer Orgel in der St. Peterkirche in Dortmund-Hohensyburg und im Jahr 2007 auf der Orgel in der Ev.Friedenkirche in Siek.

Die Begegnungen mit dieser großen Organistenpersönlichkeit haben mein orgelbauerisches Schaffen in vielen Dingen positiv geprägt und dafür bin ich Heinz Wunderlich sehr dankbar. Beeindruckt hat mich bei Prof. Heinz Wunderlich, dass er neben seiner Größe als international gefragter Orgelvirtuose immer sehr bescheiden und zurückgenommen aufgetreten ist. Er wird mir und uns allen sehr fehlen.

Claus Sebastian

 

30.10.2012

 

 

 

 

16. 11. 2013

42 Liter in der größten Pfeife

Münchehäger Orgel wird eingeweiht / Besichtigungstour ist eingeplant

 

 

 
 
MÜNCHEHAGEN (jan). Die neue Orgel der evangelisch-lutherischen Kirche in Münchehagen soll eingeweiht werden.. Für Sonntag, den 15. Dezember, 10 Uhr, ist ein Gottesdienst geplant, an dessen Anschluss Interessierte auf die Empore eingeladen sind.
 
Ulrich Behler ist begeistert. Noch ist Pappe als Schutzbezug auf der Orgelbank. Das hält ihn aber nicht davon ab, die ersten Lieder auf dem neuen Instrument anzustimmen. ,Lobet den Herrn' schallt es durch den kleinen Kirchenraum, dann ,A whiter shade of pale' und schließlich das erste Adventslied. Eng ist es auf der Empore. Das kennt der Organist  aber mittlerweile, hat sich daran gewöhnt und nimmt sogar Pastor Wolfram Braselmann noch mit auf die Orgelbank. Das Besondere an der Orgel sei, sagt Behler, dass von den klassischen Komponisten bis zu den Werken zeitgenössischer  Musiker alles auf ihr gespielt werden könne. Um endlich in diesen Genuss kommen zu können, hat er 22 Jahre warten müssen - so lange tritt er schon als Organist in Münchhagen an.
 
Bis diese Orgel eingebaut und gestimmt werden konnte, ist viel Zeit vergangen und davon kann Orgelbauer Claus Sebastian ein Lied singen. 2005 hat er den ersten Entwurf für die Orgel gemacht, 2006 den Auftrag bekommen. Und eigentlich sollte die Einweihung des Instruments schon vor drei Jahren gewesen sein. Damals stellte sich aber heraus, dass der Dachreiter der Kirche von Grund auf saniert werden musste. Erst die Orgel einzubauen und dann die Kirchensanierung durchzuführen - das wäre der falsche Weg gewesen. Also lagerte Sebastian das Instrument drei Jahre lang bei sich ein. Nun aber soll sie erklingen, am 3. Advent erstmals und dann in einem Gottesdienst, in dem die Musik im Vordergrund steht. Mendelssohn und Bach hat Behler unter anderem schon ausgewählt für diesen Sonntag. Und nach dem Gottesdienst, sagt er, dürften alle Interessierten zu ihm auf die Orgelempore kommen und sich umsehen. Das will Braselmann dann gleich mit einer weiteren Besichtigungstour verbinden. Über eine kleine Treppe und durch eine Luke darf steigen, wer es sich zutraut, und das Dachgeschoss wie auch den Dachreiter von innen ansehen. "Wir haben das Ende der Sanierung nie richtig gefeiert", sagt Braselmann. Das solle jetzt nachgeholt werden. In diesem Bereich würden die Besucher von Bauleiter Constantin Anastasiou geführt. Die Predigt zuvor wird hingegen Loccums Abt Horst Hirschler halten und nach den Besichtigungen ist ein kleiner Empfang im der Kirche gegenüberliegenden ,Deutschen Haus' geplant. "Eigentlich müsste dann das Volumen der größten Pfeife in Form von Bier oder Wein spendiert werden", schmunzelt Behler, das sei so Brauch. Die größte Pfeife, rechnet Sebastian schnell aus, hat 2,40 Meter Länge und einen Durchmesser von 15 Zentimetern - also rund 42 Liter.
 
Finanziert worden ist die neue Orgel zu einem Drittel mit dem Geld von der Landeskirche Hannovers, zu zwei Dritteln aus der Gemeinde. Spenden haben die Menschen gegeben, gesammelt hat der Kirchenvorstand und einige Benefizveranstaltungen hat es auch gegeben. Bei rund 100.000 Euro Gesamtkosten für die Orgel ist das für das Dorf Münchehagen eine gewaltige Anstrengung gewesen. Umso mehr dürften sich nun alle Spender über die neue Orgel freuen.Foto:jan
vom 16.11.2013 / Ausgabe-Nr. 46B